A+ A-
Mitglieder Login
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Passwort vergessen?

FÜR ZWEI STARKE AUGEN

Am 11. Juni 2021 fand die Fachtagung des Hochschulverbunds Gesundheitsfachberufe (HVG) statt. Thema in diesem Jahr waren die Qualität und die Finanzierung der praktischen Ausbildung im Hinblick auf einen primärqualifizierenden Studiengang. Bezüglich der zu erwartenden Reformen der Berufsgesetze in der neuen Legislaturperiode sollte durch die Erfahrungen und Empfehlungen zur praktischen Ausbildung in schon bestehenden Studiengängen

·         Medizin (Prof. Dr. Michael Gekle, Medizinischer Fakultätentag, Universität Halle)

·         Pflege (Prof. Dr. Markus Zimmermann, Dekan Pflegewissenschaft der Hochschule für Gesundheit (hsg) Bochum)

·         Hebammenwissenschaft (Prof. Dr. Dorothea Tegethoff, Evangelische Hochschule Berlin)

·         Patholinguistik (Dr. Nicole Stadie, Universität Potsdam)

nach dem Motto „Von der Akademisierung anderer Gesundheitsfachberufe lernen“ Fehler vermieden und Stärken übernommen werden. Dabei gibt es drei Modelle, die praktische Ausbildung im Rahmen eines Studiums zu ermöglichen:

Model A: reine hochschul-externe praktische Ausbildung in Praxiseinrichtungen

Model B: gemischte hochschul-interne und -externe praktische Ausbildung

Model C: reine interne hochschulische praktische Ausbildung, z. B. in Hochschulambulanzen wie bei der Humanmedizin

Bei der Vorstellung und Diskussion zeigte sich, dass es ausgesprochen bundesländerspezifische Vorgaben gibt, die vor allem zu unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der praktischen Ausbildung führen und damit dann auch gewisse Modelle vorgeben. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile, wobei im Model A die curricularen Vorgaben am schwierigsten umzusetzen sind.

Daher ist die zentrale Forderung des HVG, „dass die Finanzierung der personellen und sachlichen Ausstattung sowie der laufenden Kosten der Hochschulen für die Behandlung von Patientinnen und Patienten sichergestellt ist. Dabei muss eine qualitativ und quantitativ angemessene Anleitung durch entsprechend qualifizierte Praxisanleiterinnen und -anleiter sowie Begleitung durch hochschulische Lehrkräfte in der praktischen Ausbildung mit den Patientinnen und Patienten sichergestellt werden. Dies ist nur zu erreichen, wenn die curriculare Gesamtverantwortung bei den Hochschulen liegt, auch für die praktische Ausbildung“ (Pressemitteilung HVG 18.06.2021).

Bezüglich der Novellierung des Orthoptisten-Gesetzes (OrthopG) kann sich der BOD diesen Forderungen nur anschließen!

 

Sollten Sie Interesse an den Inhalten der einzelnen Vorträge haben, können Sie sich diese am der Website des HBG anschauen https://www.hv-gesundheitsfachberufe.de/hvg-fachtagung-organisation-und-finanzierung-der-praktischen-ausbildung-in-den-therapiestudiengaengen-pqs-was-koennen-wir-von-anderen-gesundheitsberufen-lernen/

 

Melanie van Waveren