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FÜR ZWEI STARKE AUGEN

Positionspapier zur Krankenhausfinanzierung stellt konkrete Forderungen an die Politik: Versorgungsqualität steigern und Finanzierungsmodell anpassen!

Gesundheits- und Therapieberufe sind im stationären Bereich meist nicht erlösrele­vant für die Kliniken. Deshalb spielen ihre Potenziale bei der Klinikorganisation noch immer eine untergeordnete Rolle. Wer eine bessere Versorgungsqualität will, muss daran etwas ändern!

Denn: Bei einer zielorientierten und effektiven Versorgung der Patientinnen und Pati­enten spielen die Gesundheits- und Therapieberufe eine zentrale Rolle. Ihre qualifi­zierte Tätigkeit kann nicht von anderem medizinischen oder pflegerischen Personal geleistet werden.

In der Physiotherapie stellt sich das Problem ähnlich dar wie in der Ergotherapie und Logopädie. Dringend therapeutisch notwendige Maßnahmen sind bei vielen Diagno­sen im Fallpauschalen-System unzureichend oder gar nicht abgebildet und damit nicht finanzierbar.

Das DRG-System zur Finanzierung der stationären Versorgung setzt massive Fehl­anreize. Vor der Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns gerät die Versorgungsqua­lität dabei immer weiter aus dem Blick.

Es ist nicht gelungen, im aktuellen DRG-System ausreichend starke Anreize für Qua­lität zu schaffen. Das muss sich aus Sicht der Verfasser des Positionspapiers zur ak­tuellen Krankenhausfinanzierung schnell ändern.

Eine Finanzierung der patientenorientierten Versorgung sollte auf Grundlage der tat­sächlichen Kosten erfolgen. Die Versorgung sollte transsektoral von der Akutversor­gung, über die Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge gedacht werden – qualitativ und ökonomisch. Denn: Die reale Abschaffung von Berufsgruppen und Leistungen, die nicht in erster Linie zu einem höheren Erlös innerhalb eines Behand­lungsfalles führen, sorgt für eine Verschiebung der Kosten in andere Sektoren bezie­hungsweise zu einer Erhöhung dieser Kosten im Gesamtsystem der gesundheitli­chen Versorgung. Hinzu kommt, dass Chancen bei der Genesung der Patienten ver­passt werden: Eine frühzeitige und intensive Therapie in der Akutversorgung trägt zu einem besseren Behandlungsergebnis insgesamt, einer früheren Rückkehr in den Beruf oder weniger Hilfsmittel- und Unterstützungsbedarfe bei.

Forderungen für eine sichere und nachhaltige stationäre Patientenversorgung:

·      Eine grundlegende Revision des Krankenhausfinanzierungssystems und Beteili­gung der Berufsgruppen an dessen Gestaltung.

·      Die Berücksichtigung aller Berufsgruppen und deren Beteiligung an einer komple­xen Versorgung im Sinne der Qualitätssicherung, der Sicherung der fachlichen Ex­pertise sowie der leitliniengerechten Versorgung der Patientinnen und Patienten.

·      Sachgerechte und nachvollziehbare Instrumente der Personalbemessung für alle Berufsgruppen und Einbringung der therapeutischen Expertise in diesen Prozess.

·      Rahmenbedingungen für leitliniengerechte und evidenzbasierte Versorgung.

Über die Verfasser

Die Verfasser dieses Positionspapiers fokussieren sich auf die Bedürfnisse der Gesundheitsfachberufe im stationären Bereich. Sie stehen für eine angemessene Berücksichtigung der Interessen ihrer Berufsangehörigen in Politik und Praxis, für adäquate Vergütung, Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen sowie für eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in Leistungserbringung, Aus- und Weiterbildung. Die beteiligten Verbände sind alle Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Medizinalfachberufe (AG MFA):

 

·      Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e. V. (BOD)

·      Bund Deutscher Hebammen e. V. (BDH)

·      Deutscher Bundesverband für Logopädie e. V. (dbl)

·      Deutscher Verband der Ergotherapeuten (Beschäftigungs- und Arbeitstherapeu­ten) – DVE e. V.

·      Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.

 

Haben Sie Fragen zu den genannten Forderungen oder Interesse an Themen, die den stationären Bereich betreffen? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an vorsitzende@orthoptik.de

Umfrageergebnisse "Arbeitssituation in der Pandemie"

Im Mai 2020 und im Januar 2021 hat der BOD eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, um zu erörtern, welchen Einfluss die Pandemie auf die Arbeitssituation in der Orthoptik hatte.

Hier die Zusammenfassung.