Berufsverband Orthoptik Deutschland e. V.

50 Jahre BOD Lebendig, engagiert und aktiv von Beginn an Als sich am 8. Mai 1972 im Hörsaal der Kölner Uni-Augenklinik 72 Orthoptistinnen zur Gründungsversammlung trafen, war der Beruf in Deutschland noch eine „Orchidee“. Umso mehr war diese Teilnehmerzahl ein starkes Signal für den Wunsch nach einer gemein- samen Interessenvertretung, denn damals übten nur ca. 150 Orthoptist*innen überhaupt diesen Beruf aus, und man konnte ihn deutschlandweit nur in acht Ausbildungsstätten erlernen. Welcher andere Verein kann schon von sich sagen, dass die Hälfte seiner poten- ziellen Mitglieder zur Gründung erschienen sind? Erstes Ziel des Vereins war die Erreichung der staatlichen Anerkennung des Berufes in allen Bundesländern, für den 1960 an der Uni Gießen erstmals ein Examen abgelegt wer- den konnte. Daneben sollte der Verband unter Orthoptist*innen und Ophthalmolog*innen bekannter gemacht werden. Dies gelang nicht zuletzt dank einer guten Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Augenärzte, die in Orthoptist*innen eine willkommene Unter- stützung ihrer eigenen Arbeit sahen. Neben der Vertretung der beruflichen Interessen war die wissenschaftliche und praktische Fortbildung der Vereinsmitglieder eine weitere Hauptaufgabe des Verbands – mit der wach- senden Verbreitung und Anerkennung des Berufsbildes rückte dieser Aspekt zunehmend in den Vordergrund. Zahlreiche Fortbildungsseminare und die Herausgabe der periodisch erscheinenden Fachzeitschrift „orthoptik – pleoptik“ bilden noch immer das Rückgrat dieser Arbeit. Mit wachsender Mitgliederzahl und Verbreitung des Berufs wurde die immer umfangrei- cher werdende Verbandsarbeit zunehmend in Fachgremien und den sehr aktiven Regio- nalgruppen geleistet. Eine Struktur, die bis heute erhalten und der Garant für ein aktives, lebendiges Verbandsleben geblieben ist. Gründungssitzung im Hörsaal der Universitätsaugenklinik Köln am 8.5.1971 2

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUxNTU=